Graue Haare

1. Juni 2010

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Graue Haare

Graue Haare

Haare ergrauen nicht plötzlich, sondern langsam Schritt für Schritt

Der Grund für das Ergrauen ist, dass der Körper im Alter oder aufgrund bestimmter Erkrankungen keine ausreichenden Mengen der Aminosäure Tyrosin produziert, welches für die Melaninproduktion essentiell ist.

Das fehlende Melanin wird durch Einlagerung von Luftbläschen in den Haarschaft ersetzt. Solche Haare erscheinen für das menschliche Auge grau bis weiß.

Im Schnitt leben Graue Haare: drei bis sieben Jahre, dann fallen sie aus und ein neues Haar wächst an dieser Stelle. Nach und nach werden die schwarzen, blonden, braunen oder roten Haare immer weniger, die grauen Haare dafür immer mehr. Haare an den Schläfen haben eine kürzere Lebensdauer, genau wie Barthaare.

Deshalb ergrauen die meisten Menschen hier zuerst.


Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass sterbende Stammzellen die Ursache für die Ergrauung sind. US-Forscher wiesen im Tierversuch nach, dass Haare grau werden, wenn die Zahl bestimmter Stammzellen in der Haut abnimmt. Diese verwandeln sich normalerweise in die Melanozyten, die für die Produktion der Farbstoffe im Haar verantwortlich sind, so berichtet “Science-Online” (12/2004).

Tyrosin ist in seiner natürlichen L-Form eine nichtessenzielle proteinogene Aminosäure, die in den meisten Proteinen vorkommt, in großen Mengen im Casein. Tyrosin ist Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Catecholaminen, Melanin und Thyroxin.

Je nach Mischungsverhältnis dieser beiden Pigmenttypen entstehen die beim Menschen bekannten Farbvariationen. Alle dazwischenliegenden Haarschattierungen, wie beispielsweise brünett (franz. brunet = bräunlich, franz. brun = braun), rotbraun oder rotblond, entstehen aus unterschiedlichen Mischungsverhältnissen der beiden Melanintypen. Die natürliche Haarfarbe eines Menschen kann mittels Haarfärbung verändert werden.

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